Neue Kita und Juz im Blick
Stand: 25.08.2025, 15:08 Uhr
Von: Ulrich Sann
Pohlheim (ul). Während der Sommerferien hatten die Freien Wähler jede Woche zu einem Bürgertreff mit Stadtteilrundgang in einem der sechs Stadtteile eingeladen, zuletzt nun im einwohnerstärksten Stadtteil Watzenborn-Steinberg. Das größte Interesse der von Fraktionsmitgliedern geführten Gruppe galt dem neuen Kindergarten in der Ortsrandlage nach Linden und der Einrichtung eines Jugendzentrums in einem sanierungsbedürftigen Wohnhaus im Stadtzentrum, direkt an der engen und vielbefahrenen Ludwigstraße.
Grundsätzlich freuten sich die Freien Wähler über weitere und notwendige Kindergartenplätze in Pohlheim, heißt es in einer Pressemitteilung. Kein Verständnis hätten sie aber für die Politik der Grünen im Stadtparlament.

Allgemein würden diese die Versiegelung von Flächen kategorisch ablehnen und gegen die Ausweisung von Bauflächen wie im Falle des geplanten Gewerbegebietes Garbenteich Ost kämpfen. Beim Bau des großflächigen Kindergartens werde diesem sonst so wichtigen Argument zu wenig Bedeutung beigemessen. Außerdem verursache der für Ausgleichsmaßnahmen notwendige Landankauf zusätzliche Kosten zum eigentlichen Bauvorhaben. An der Kirchstraße dagegen wäre ein Neubau, den CDU und Freie Wähler realisieren wollten, »weitestgehend auf bereits versiegelten Flächen möglich gewesen«.
Ähnlich verhalte es sich bei der Einrichtung des neuen Jugendzentrums (Juz) direkt an der verkehrsreichen Ludwigstraße. Ein Altbau mit aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk lasse sich schwerlich in ein Jugendzentrum umwandeln, das heutigen Ansprüchen genügt. Dem Wunsch der Freien Wähler nach einem Neubau an geeigneter Stelle sei leider nicht gefolgt worden.

Neustart« für Neumühle angeregt
Die momentane Situation der Sportstätte »An der Neumühle« erläuterte Volker Tunkel für den auf dem Gelände ansässigen Sportverein. Chronologisch blickte er auf eine mehr als 100-jährige Vereinsgeschichte an der Neumühle zurück. Tunkel betonte weiter, dass der Verein kontinuierlich viel Geld aus der Vereinskasse in das Sportgelände investiert habe. Allein die Summe aus den vergangenen zehn Jahren liege deutlich im sechsstelligen Bereich.

Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, den Sportplatz dem Fußballverein Turabdin Babylon zuzuweisen, habe bisher »zu keinem guten Ergebnis geführt«. Aktuell befinde sich die Stadt mit dem ansässigen Verein »in einem Rechtsstreit mit spürbaren negativen Auswirkungen im gesellschaftlichen Zusammenleben«. Zur Konfliktlösung beabsichtigen die Freien Wähler, einen Antrag zur Aufhebung des mehrheitlichen Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung einzubringen.
Dadurch könne ein Neustart zur Sportstättennutzung unter Berücksichtigung des vorliegenden Sportstättenentwicklungskonzeptes für Pohlheim stattfinden.